Freisprechung der Kfz-Innung Gifhorn

29.01.2019 - „Es ist bezüglich der Leistungen ein guter Jahrgang, überdurchschnittlich“, urteilte der stellvertretende Obermeister der Kfz-Innung Michael Neuburger, gleichzeitig Vorsitzender des Prüfungsausschusses, am Samstagabend im Schönewörder Gemeindezentrum und meinte damit die soeben freigesprochenen Gesellen seines Handwerks.

Wenngleich es diesmal mit 42 neuen Gesellen eher weniger waren als in den Jahren zuvor. „Sonst haben wir zwischen 45 und 60 Auszubildende, die nach 3,5 Jahren ihre Ausbildung beenden“, erklärte er.

Immerhin ist die Kfz-Innung mit 69 Innungsbetrieben, die fast genau die Landkreisgrenzen umfasst, die größte Innung im Landkreis. Die eine Gesellin, Hannah Bögeholz aus Leiferde, die sich bei ihren 41 männlichen Kollegen einreihte, ist dagegen ebenfalls normaler Durchschnitt. „Eine oder zwei Frauen sind jedes Jahr dabei. Es ist eben noch in erster Linie ein Männerberuf, auch weil er körperlich zum Teil schwierig ist“, fügte Obermeister Stefan Pingel hinzu.

Den 42 neuen Kfz-Mechatronikern stehen nun viele Wege offen, wenngleich etliche der Absolventen zunächst in ihrem Lehrbetrieb weiterarbeiten. Alle Redner hofften, dass die nun durch Obermeister Pingel Freigesprochenen dem Handwerk treu bleiben. Benjamin Meyer, Lehrer und Fachgruppenleiter
Kraftfahrzeugtechnik an den BBS II wünschte etwa „viel Freude“ und verwies
auch auf beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten unter anderem an den BBS II. Außer weiteren hochwertigen Schulabschlüssen gebe es viele weitere Möglichkeiten, nicht zuletzt eine Meisterausbildung oder ein Studium.
„Wir machen keine halben Sachen, wir müssen verlässlich sein“, stellte Meyer fest. Das gelte nicht nur bei den Bremsen von Fahrzeugen. „Haben Sie keine Angst vor neuen Techniken. Wer soll sie beherrschen, wenn nicht Sie?“, verwies er auf die Notwendigkeit neuen Denkens. „Bleiben Sie sich treu und vergessen Sie nicht, wo Sie herkommen. Und fahren Sie vorsichtig."

Bei aller Digitalisierung bleibe in dem Handwerk immer auch die Kommunikation
wichtig. Auch Pingel stieß ins gleiche Horn. „Die Anwendungen in unserem Beruf
sind groß.“ „Freude für heute und für die Zukunft, dazu Gesundheit und viel Erfolg“, wünschte Neuburger für die Gesellen. Aufgeregt und glücklich waren sie wohl, wie er feststellte. Der Fahrer eines weißen Skoda malträtierte am Prüfungsvormittag wohl seine Kupplung, wie Neuburger mit kundigem Ohr feststellte. „Denn der Wagen war in Ordnung.“

Die besten drei Gesellen wurden besonders geehrt. Das sind in diesem Jahr Thomas Berg (Gifhorn), Daniel Eckert (Lehre) und Timothy Knoke (Radenbeck).

Quelle: IK, Burkhard Ohse